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Hallo ,

die Transformation ist politisch beschlossen, ökonomisch wirksam und gesellschaftlich umkämpft. Gerade darin liegt in meinen Augen ihre demokratische Herausforderung: Zustimmung entsteht nicht allein durch ein gelungenes Storytelling, sondern vor allem dort, wo Wandel nachvollziehbar, sozial abgesichert und industriell tragfähig gestaltet wird.

Wie eng dies mit industrieller Substanz verbunden ist, zeigt auch unsere Kurzstudie zur Resilienz in Chemie, Pharma und Rohstoffgewinnung. Sie macht deutlich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen, strategische Kapazitäten und eine Politik sind, die Wertschöpfung in Europa sichert.

Mit unserem nächsten Online-Fachgespräch, dem Industrieecho, richten wir den Blick auf die Frage, warum das Vertrauen in die Transformation brüchiger wird. Dabei geht es nicht nur um politische Deutungen, sondern um die konkrete Erfahrung vieler Beschäftigter: Schafft der Wandel Perspektiven und Sicherheit – oder vor allem neue Unsicherheit? Neben Bettina Kohlrausch (Direktorin des WSI) und Kai Niebert (Deutscher Naturschutzring) wird auch Philipp Staab (Humbold Universität Berlin) unser Gast sein. Klingt spannend? Wir laden herzlich ein und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Apropos Philipp Staab: Der Literaturtipp zu seinem aktuellen Buch „Systemkrise“ erinnert daran, dass ökologische Modernisierung nur dann gesellschaftliche Zustimmung finden wird, wenn sie nicht als zusätzliche Belastung erlebt wird, sondern als gestaltbarer Weg in die Zukunft.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Herzlichst Ihr

Andrea Arcais
Geschäftsführer Stiftung Arbeit und Umwelt

 
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© Stiftung Arbeit und Umwelt

Zu viel versprochen? Transformation in der Demokratie

Einladung zum Industrieecho am 21. April 2026

Der Weg zur Treibhausgasneutralität ist politisch beschlossen und ökonomisch wirksam – aber auch gesellschaftlich umstritten. Beschäftigte und Wähler:innen zweifeln an Sinn, Tempo und Folgen des Wandels. Ist die Transformation nur schlecht kommuniziert oder steckt mehr dahinter? Gefährden politische Entscheidungen Arbeitsplätze und Standorte? Und welche Rolle spielen Gewerkschaften in diesem Prozess? Diese Fragen diskutieren wir online mit Prof. Dr. Philipp Staab, Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, Prof. Dr. Kai Niebert und Andrea Arcais.

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

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Kurzfassung: Resilienz in Chemie, Pharma und Rohstoffgewinnung

Wie bleiben zentrale Industrien in Deutschland und Europa stark und widerstandsfähig? Unsere neue Kurzfassung der Studie „Resilienz in Chemie, Pharma und Rohstoffgewinnung. Kritische Verwundbarkeit und strategische Optionen“ von unserer Kollegin Regina Weber zeigt: Wirtschaftliche Stabilität entsteht nicht von allein. Sie braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die Kurzfassung bietet einen kompakten Überblick über zentrale Herausforderungen sowie konkrete Fallbeispiele aus den Branchen und zeigt, welche strategischen Reaktionen jetzt erforderlich sind.

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Zu viel versprochen: Transformation in der Demokratie

Intervention von Andrea Arcais

Ist die Transformation zur Treibhausgasneutralität nur ein Kommunikationsproblem? Während politisch oft von fehlenden Erklärungen gesprochen wird, erleben viele Beschäftigte eine andere Realität: steigender Druck, unsichere Perspektiven und wachsende Zweifel daran, dass ökologische Transformation und gute Arbeit tatsächlich zusammengehen. Der Rückhalt bröckelt jedoch nicht, weil die Transformation schlecht erklärt wird, sondern weil zentrale Versprechen bislang zu selten eingelöst wurden. Was jetzt gebraucht wird, ist keine neue Story, sondern eine Transformation, die industrielle Stärke sichert, Beschäftigung schützt und den Wandel sozial gestaltet, schreibt Andrea Arcais in seiner Intervention. 

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Ein Nobody gegen Putin
Pawel Talankin ist Lehrer im Ural und wird mit Beginn des Ukraine-Kriegs Teil eines Systems, das Kinder im Sinne der Staatspropaganda formt. Heimlich dokumentiert er, wie patriotische Rituale und militärische Inhalte den Schulalltag verändern. Sein mutiges Filmmaterial, das er unter großer Gefahr außer Landes schmuggelt, bildet die Grundlage für den Oscar-prämierten Dokumentarfilm „Ein Nobody gegen Putin“. Ein eindringlicher Blick in das Innere der russischen Propagandamaschine.
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Gleichstellung durch Weiterbildung
Im April 2025 diskutierte unsere Kollegin Indira Dupuis in ihrer Studie die berufliche Weiterbildung in der Chemie- und Pharmaindustrie. Die Studie zeigt, dass es eine klare Lücke bei der Weiterbildung gibt. Gerade für Frauen ist der Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten schwierig. In Zeiten des Fachkräftemangels ist dies ein Umstand, den wir uns nicht leisten können. Die Studie verbindet Fakten für die politische Arbeit zum Thema berufliche Weiterbildung mit Handlungsansätzen.
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Systemkrise. Legitimationsprobleme im grünen Kapitalismus

Philipp Staab attestiert der ökologischen Modernisierung des kapitalistischen Wirtschaftssystems eine tiefe Legitimationskrise. Statt dem Versprechen auf Fortschritt zu vertrauen, empfinden viele Menschen die Maßnahmen zur ökologischen Transformation als grenzüberschreitende Einschnitte. Eine kritische Diagnose zum Zustand der ökologisch und sozial-gerechten Modernisierung, schreibt Andrea Arcais in seinem Literaturtipp.

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IGBCE fordert klare Strategie für die Grundstoffchemie

Auf ihrer Jahrespressekonferenz hat die IGBCE vor Risiken durch einen unkoordinierten Abbau in der Grundstoffchemie gewarnt. Statt eines chaotischen Rückzugs muss es einen politisch gesteuerten Umbau der Branche mit klaren Perspektiven für Beschäftigte und strategisch wichtigen Standorten geben. Warum jetzt entschlossenes Handeln gefragt ist und welche Lösungen die IGBCE vorschlägt, erfahren Sie im Beitrag. 

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Aktuelles zur Chemie-Tarifrunde

Bei den laufenden Tarifverhandlungen in der Chemiebranche geht es um einiges. Die IGBCE fordert in dieser Tarifrunde eine Erhöhung der Einkommen für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden, die die Kaufkraft weiter stärkt sowie tarifliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung. Die Verhandlungen laufen bereits seit Mitte Januar. Ende März findet die dritte Verhandlungsrunde statt.
Die IGBCE informiert auf ihrer Übersichtsseite über den aktuellen Stand und zeigt, welche Themen gerade im Fokus stehen. 

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Mitbestimmte Unternehmen schneiden oft besser ab

Am 18. März 1976 verabschiedete der Bundestag das Mitbestimmungsgesetz. Über 50 Jahre später zeigt eine neue Analyse der Hans-Böckler-Stiftung, dass Unternehmen mit paritätischer Mitbestimmung häufig wirtschaftlich erfolgreicher sind, etwa bei Innovation, Investitionen und Produktivität. Gleichzeitig gerät das Modell zunehmend unter Druck. Mitbestimmung bleibt aber weiterhin der zentrale Baustein für eine demokratische und zukunftsfähige Wirtschaft. 

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Noch weit entfernt von Gleichstellung

Eine aktuelle Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass Frauen im Arbeitsleben trotz Fortschritten weiterhin deutlich benachteiligt sind, insbesondere Mütter. Sie arbeiten häufiger in Teilzeit, tragen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit und sind stärker belastet. Zwar hat sich der Abstand beim Einkommen etwas verringert, doch bei Arbeitszeiten, Erwerbsbeteiligung und sozialer Absicherung bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede. Die Analyse macht deutlich: Von echter Gleichstellung ist Deutschland noch ein gutes Stück entfernt.

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21.05.2026      
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V.i.S.d.P.: Andrea Arcais
Redaktion: Antja Karoli, Verena Frank und Christoph Bethke

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