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Hallo ,

Transformation passiert nicht von selbst. Sie braucht politische Gestaltung, starke Institutionen und gesellschaftliche Verständigung. Wo Politik nur reagiert, wachsen Unsicherheit und Spaltung. Dies ist eine Erkenntnis aus unserer neuen Studie zur Strukturpolitik. Diese ist mehr als die Beantragung von Subventionen. Es geht um die Frage, wie Demokratie und Wohlstand im Wandel stabil bleiben und welche Rolle eine präventive Politik spielt.

Zugleich erleben wir hierzulande eine aufgeheizte Debatte über Sozialstaat und Arbeit. Schlagworte wie „Lifestyle-Teilzeit“ verkürzen komplexe Realitäten und stellen Solidarität infrage. Dabei geht es um gute Arbeit, faire Bedingungen und soziale Sicherheit – also um das Fundament unserer Demokratie.
Der Blick in die USA mahnt zur Wachsamkeit. Unter Donald Trump geraten rechtsstaatliche Prinzipien unter Druck, Institutionen werden delegitimiert, gesellschaftliche Gräben vertieft. Ob man dafür den Begriff Faschismus wählt oder nicht: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sie ist verletzlich. Wir müssen sie verteidigen und schützen.

Umso wichtiger sind die anstehenden Betriebsratswahlen. Sie sind gelebte Demokratie im Alltag – dort, wo Mitbestimmung konkret wird und Beschäftigte erfahren, dass ihre Stimme zählt. Gerade in Zeiten multipler Krisen gilt: Wir müssen im Austausch bleiben, Widerspruch organisieren und Solidarität stärken. Demokratie verteidigt sich nicht abstrakt, sondern im Betrieb, in der Politik und in unserer gemeinsamen Debatte.

In der Stiftung wollen wir den Herausforderungen unserer Zeit mit Debatten und internationalem Austausch begegnen.

Herzlichst Ihr

Andrea Arcais
Geschäftsführer Stiftung Arbeit und Umwelt

 
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© Stiftung Arbeit und Umwelt

Neue Studie zur Strukturpolitik

Klimaschutz, Digitalisierung, geopolitische Verschiebungen und demografischer Wandel verändern unsere Wirtschaftsstruktur – längst nicht nur in einzelnen „Problemregionen“. Auch industrielle Kernräume stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Unsere Kollegin Regina Weber zeigt in ihrer neuen Studie „Strukturpolitik neu ausrichten – gerechte Transformation als Schlüssel zu gleichwertigen Lebensverhältnissen“, dass herkömmliche Instrumente der Strukturpolitik an Wirkung verlieren. Wir brauchen eine Strukturpolitik, die nicht erst reagiert, wenn Arbeitslosenzahlen steigen, sondern gesellschaftliche Stabilität in Zeiten gleichzeitiger Dauerkrisen gewährleistet. Die Studie macht deutlich: Transformation passiert nicht automatisch. Sie braucht politische Gestaltung.

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© Mathieu Gug

Offener Meinungsaustausch zur Zukunft der Industrie in Europa

Unser Geschäftsführer Andrea Arcais durfte im Januar an einem Austausch zwischen Gewerkschafter:innen aus Spanien, Frankreich und Deutschland in Paris teilnehmen, organisiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Trotz Chatham-Rules, die das Zitieren von Inhalten verbieten, zeigt er in seinem Bericht auf, worüber sich die europäischen Kolleg:innen einig waren, aber auch wo es weiterhin Bedarfe für Austausch und gemeinsames Handeln gibt. 

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© Stiftung Arbeit und Umwelt

Internationale Perspektiven auf die Transformation der Arbeit

Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung besuchten sechs afrikanische Expert:innen aus Gewerkschaften und der Klimabewegung am 28. Januar im Rahmen des Dialogprogramms „Labour Demands in Just Transition Debates in Africa and Europe“ die Stiftung, um sich mit unserer Kollegin Indira Dupuis über gesellschaftliche, arbeitsmarkt- und industriepolitische Dimensionen der sozial-ökologischen Transformation auszutauschen.

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© Michael Kuchinke-Hofer

Gründungsfeier Kompetenznetz Transformationsberatung

Am 3. Februar feierte das Kompetenznetz Transformationsberatung seinen ersten Geburtstag mit informativen Vorträgen und einem unterhaltsamen Abendprogramm. Gegründet wurde die GmbH von der IGBCE sowie der Stiftung Arbeit und Umwelt. Sie unterstützt Betriebsräte in ihren Transformationsherausforderungen und bietet Leistungen für den gesamten Prozess der Beratung an.

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© Stiftung Arbeit und Umwelt

Demokratische Wahlen im Betrieb: Schon mal gehört?

Intervention von Andrea Arcais 

Zwischen März und Mai finden in tausenden Betrieben und Behörden Betriebs- und Personalratswahlen statt – eine der größten demokratischen Übungen in Deutschland, fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. Dabei prägen die Erfahrungen mit Mitbestimmung im Arbeitsalltag, wie Beschäftigte Demokratie insgesamt wahrnehmen und wie sie wählen. Andrea Arcais fragt in seiner Intervention: Warum spielt dieser zentrale Teil unserer demokratischen Wirklichkeit in den aktuellen Debatten kaum eine Rolle?

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Manche sprechen schon von „Faschismus"
Seit Januar 2025 stellt die US-Regierung unter Donald Trump die Welt in regelmäßigen Abständen auf den Kopf. Die Terrorisierung der eigenen Bürger:innen durch ICE, Attacken auf die Justiz und Sprachverboten. Fakt ist: Trumps Regierung ist ganz klar menschen- und demokratiefeindlich. Expert:innen sind sich allerdings uneinig, ob der Begriff Faschismus zu einhundert Prozent zutreffend ist. Der Artikel vom Deutschlandfunk erläutert, was Faschismus überhaupt bedeutet und inwiefern er auf die US-Regierung unter Trump zutrifft.
Hier geht's zum Artikel (deutschlandfunk.de)
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Kulturkampf in der Werkshalle: Die Strategie der Rechten
Die Kulturwissenschaftlerin Daphne Weber analysiert in ihrem Working Paper „Gewerkschaftliche Kampagnen von rechts“ die Strategien und Mechanismen rechter Akteure bei der Ansprache von Beschäftigten. Sie stellen etablierte Gewerkschaften als Feindbild dar und nutzen Emotionalisierung und Banalisierung als Methoden.
Hier geht's zum Artikel (arbeit-der-zukunft.de)
 
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Explosive Moderne

In ihrem Buch „Explosive Moderne“ zeigt Eva Illouz auf, welche Rolle Emotionen in den Krisen unserer heutigen Zeit spielen. Gefühle wie Scham und Wut sind als explosive politische Energien zu verstehen, die sich nicht mehr in demokratische Bahnen lenken lassen. Eva Illouz macht in ihrem Buch sichtbar, dass politische Konflikte mehr als bloße Interessen- und Diskurskämpfe sind. Eine demokratische Erneuerung ohne eine bewusste Politik der Gefühle ist kaum denkbar, schreibt Andrea Arcais in seinem Literaturtipp.

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© Stefan Koch

Gerechtigkeit statt Spaltung

Die momentane Debatte um den Sozialstaat ist für Union und Wirtschaftsverbände ein klares Armutszeugnis. DGB und IGBCE fordern einen Stopp dieser gesellschaftsspaltenden und demokratiegefährdenden Debatten rund um den Abbau des Sozialstaates und stehen bereit für einen konstruktiven Dialog. Gute Arbeit, faire Löhne und soziale Sicherheit sollten für alle selbstverständlich sein.

Hier geht's zum Beitrag (igbce.de)

 
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Betriebswahlen 2026: Auf Hochtouren für ein starkes Mandat

Rechtsruck, Wirtschaftskrise und ständige Forderungen nach Sozialabbau setzen die Demokratie zunehmend unter Druck. Im Kontext dieser herausfordernden Probleme finden die Betriebsratswahlen 2026 statt. Komplizierte Vorschriften und die unvorhersehbare Rechtsprechung erschweren rechtssichere Wahlen. Das Hugo Sinzheimer Institut wird die Wahlen unter rechtlichen Aspekten beobachten und an Vorschlägen mitarbeiten, um die kontinuierliche Interessenvertretung zu erleichtern. Dennoch gibt es Grund zum Optimismus: Ein gutes Ergebnis könnte Gewerkschaften Rückenwind geben und anstehende Auseinandersetzungen mit Arbeitgeber:innen und Regierung erleichtern.

Hier geht's zum Beitrag (boeckler.de)

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Aufgeschlossene Beschäftigte

Unternehmen stehen unter massivem Druck: Dekarbonisierung, Digitalisierung und der verstärkte Einsatz von künstlicher Intelligenz zwingen viele Unternehmen zu starken Veränderungen. Andreas Boes, Thomas Lühr und Tobias Kämpf haben in einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie untersucht, wie stark dieser Druck aus Sicht der Beschäftigten ausfällt. Klar wird: Problematisch ist nicht die Mentalität der Arbeitnehmer:innen sondern die Art und Weise der Umsetzung betrieblicher Transformationen

Hier geht's zur Veröffentlichung (boeckler.de)

 
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08.03.2026          
10.03.2026 – FES/HBS         
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Redaktion: Antja Karoli, Verena Frank und Christoph Bethke

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