Falls diese E-Mail nicht richtig dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.
Headerbild

Hallo ,

das neue Jahr ist erst wenige Wochen alt und die Weltordnung steht bereits Kopf: Venezuela, Grönland, Iran, EU-Mercosur-Abkommen – und über allem schwebt ein US-Präsident, der sich nicht scheut, sein imperialistisches Denken und Handeln jenseits geltenden Rechts mit aller Macht durchzusetzen. Wer nicht nach seinen Regeln tanzt, dem wird gedroht und mit weiteren Zöllen bestraft. Ist das die Weltordnung, in der wir leben wollen? Auf gar keinen Fall!

 Diese Großmacht-Fantasien schüren nicht nur Ängste und Unsicherheiten. Sie sind Gift für eine stabile Weltwirtschaftsordnung und ein faires und friedliches Miteinander. Das Recht des Stärkeren kann und darf nicht der Maßstab werden. Die Auswirkungen auf unsere Lieferketten, Industriestandorte, Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen sind bereits spürbar.

Unser erster Newsletter des Jahres 2026 zeigt, wie eng alles miteinander verknüpft ist. Das Streben nach wirtschaftlicher und politischer Dominanz, wie sie im 11KM-Podcast zu Donald Trumps Politik analysiert wird, wird weitreichende Umbrüche zur Folge haben. Auch Volker Perthes macht deutlich, dass Europa klare rote Linien im Umgang mit Trump formulieren muss. Ohne klare Regeln können die aktuellen Entwicklungen zulasten von Beschäftigten gehen, gerade dort, wo in komplexen Strukturen faire Arbeitsbedingungen unter Druck geraten.

Dieses Jahr ist überaus turbulent gestartet und dennoch freuen wir uns, es als Stiftung mit neuen Projekten, Publikationen und Veranstaltungen zu begleiten und mit Ihnen in den Austausch zu kommen. Ob vor Ort bei unserer Jahreskonferenz to-do Transformation im September oder digital auf unseren Kanälen. 

Herzlichst Ihr

Andrea Arcais
Geschäftsführer Stiftung Arbeit und Umwelt

 
Headerbild
Bild

© BMAS

Maßnahmenkatalog „Faire Arbeitsbedingungen schaffen“ 

Beim Bau und Betrieb von Energieanlagen bestehen erhöhte Risiken für schlechte Arbeitsbedingungen und Ausbeutung, insbesondere in komplexen Liefer- und Subunternehmerketten. Im Rahmen des Branchendialogs Energiewirtschaft wurden deshalb mehrere praxisorientierte Handreichungen zur Risikoprävention erarbeitet. An ihrer Entwicklung war auch unser Kollege Fabian Lischkowitz in beratender Funktion für die IGBCE beteiligt. So konnten gewerkschaftliche Perspektiven eingebracht werden und die zentrale Rolle von Tariftreue und Mitbestimmung für gute Arbeitsbedingungen herausgestellt werden. 
Der dabei entstandene Maßnahmenkatalog zeigt anschaulich, wie Unternehmen menschenrechtliche Risiken erkennen, ihnen vorbeugen und faire Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sichern können. Erste Unternehmen setzen die Empfehlungen bereits um und treiben die Diskussion weiter voran.

Weiterlesen...

 
Bild 1
Bild 2
Bild 1
© Adobe Stock - Rhidona
Trumps neue Weltordnung: Make Imperialismus Great Again
Militäraktionen in Venezuela, Drohungen gegen Grönland: US-Präsident Donald Trump stellt die bisherige Weltordnung infrage. Im Tagesschau-Podcast 11KM erklärt der Sicherheitsexperte des Bayerischen Rundfunks, Clemens Verenkotte, worum es wirklich geht: Rohstoffe, Macht und globale Dominanz. Wie will Trump die Welt neu sortieren? Und welche Rolle spielen die EU, China und Russland im Trump’schen Imperialismus?
Hier geht's zum Podcast (ardaudiothek.de)
Bild 2
© Adobe Stock - rustamank
Internationale Politik: „Europa muss Trump deutlich machen: Bis hierhin und nicht weiter!“
Im Interview mit dem Außenpolitik-Experten Volker Perthes wird deutlich: Die wiederholten völkerrechtswidrigen Aktionen des US-Präsidenten stellen die internationale Ordnung unter Druck und fordern Europa heraus. Perthes betont, dass Europa als zweitgrößte Wirtschaftsmacht eigene Machtressourcen nutzen sollte, um Trump und anderen Großmächten zu zeigen, wo die Grenze ist. Gleichzeitig müsse die EU aktiv für eine regelbasierte Weltordnung eintreten und den UN-Charta-basierten Rahmen verteidigen.
Hier geht's zum Artikel (internationalepolitik.de)
 
Headerbild
Bild

© Adobe Stock - Shanit

Literaturtipp von Antja Karoli: Misstrauensgemeinschaften

In seinem Essay „Misstrauensgemeinschaften: Zur Anziehungskraft von Populismus und Verschwörungsideologien“ geht der Soziologe Aladin El-Mafaalani zentralen Fragen unserer Zeit nach: Warum schwinden Vertrauen und gesellschaftlicher Zusammenhalt, und wie entsteht aus diesem Vakuum eine Gemeinschaft aus gemeinsamem Misstrauen? Ein Literaturtipp von Antja Karoli für alle, die verstehen möchten, warum Vertrauen immer wichtiger, Misstrauen gleichzeitig aber immer wahrscheinlicher wird und welche Folgen umfassende Vertrauenskrisen für die Gesellschaft haben.

Weiterlesen...

 
Headerbild
Bild

© IGBCE

Neue „Kompass“-Folge: Mitbestimmung, Arbeitsmarkt, Sozialreform – Die Bundesarbeitsministerin im Gespräch

In der aktuellen Podcast Folge diskutieren Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und Michael Vassiliadis über die Zukunft der Industrie, ihrer Arbeitsplätze und die Stellung der Beschäftigten. 
Kritisch beleuchtet wird auch die Debatte um Arbeitsmoral und Überstunden: Bei Zahlen auf Rekordniveau seien pauschale Vorwürfe fehl am Platz.

Weiter zum Podcast (igbce.de)
Bild

© IGBCE

Meinungserhebung der Mitglieder zu Zöllen und Exporten: Sorge um die Exportschwäche der heimischen Industrie

In der letzten Mitgliederumfrage in der „Meine IGBCE“-App beantworteten gut 3200 Mitglieder Fragen zur Exportsituation in ihren Betrieben und teilten ihre Einschätzungen zur deutschen Außenhandels- und Zollpolitik. Eine Mehrheit hält die eigenen Unternehmen für international wettbewerbsfähig und ist zuversichtlich, dass die Industrie die aktuelle Schwächephase überwinden kann. Trotzdem blicken die Mitglieder mit großer Sorge auf die Erosion des deutschen Geschäftsmodells als Exportnation und spüren die Auswirkungen bereits im eigenen Betrieb. Deutlich spricht sich die Mehrheit dafür aus, Europa stärker vor unfairen Handelspraktiken zu schützen.

Hier geht's zum Beitrag (igbce.de)

Bild

© IGBCE

„Da ist noch Luft nach oben“ Konferenz zu Lieferkettenstandards bei Adidas

Bei einer Gewerkschaftskonferenz in Indonesien haben sich Vertreter:innen aus Asien und eine Delegation der IGBCE über Arbeits- und Umweltstandards in der Adidas-Lieferkette ausgetauscht. Deutlich wurde: Es gibt weiterhin große Herausforderungen wie etwa unzureichende Mechanismen für Beschwerderechte, mangelnde faire Bezahlung und teils schlechte Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben. 

Hier geht's zum Beitrag (igbce.de)

 
Headerbild
Bild

© HBS

Warum stockt die Transformation? 

Im Systemrelevant-Podcast gibt WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch Einblicke in die Ursachen weit verbreiteter Transformationsängste bei Beschäftigten und in der Gesellschaft – ein zentrales Thema des WSI-Herbstforums im letzten Jahr. Die dort versammelten Expert:innen machten neben materiellen Verteilungsfragen und Kulturkampf-Arenen einen weiteren wichtigen Faktor ausfindig: Es fehle an echter Beteiligung und Mitnahme der Menschen, die an der Basis die eigentlichen Arbeiten der Transformation verrichten. Neben der Just Transition müsse es auch eine Democratic Transition geben, so Bettina Kohlrausch. 

Bild

© HBS

Ungleicheit steigt, Vertrauen sinkt

Die Einkommensungleichheit in Deutschland erreicht neue Höchststände: Vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen profitieren wenig von Mindestlohn und Wirtschaftswachstum. Die Frustration angesichts schwieriger finanzieller Situationen spiegelt sich im gesunkenen Vertrauen in staatliche und demokratische Institutionen und in der politischen Beteiligung wider. Mehr soziale Teilhabe, gute Arbeit mit Tarifbindung und eine faire Steuer- und Arbeitsmarktpolitik sind entscheidend, um gesellschaftlicher Spaltung entgegenzuwirken. 
 
 
Headerbild
29.01.2026                        
26. bis 27.02.2026              
Impressum

Verantwortlich
Stiftung Arbeit und Umwelt der IGBCE
Inselstraße 6, 10179 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 2787 1319
E-Mail: arbeit-umwelt[at]igbce.de
 
V.i.S.d.P.: Andrea Arcais
Redaktion: Antja Karoli, Verena Frank und Christoph Bethke
 
 
Newsletter abbestellen
 
© 2025 - Stiftung Arbeit und Umwelt der IGBCE